Arbeitswelt 31.07.09
Karin Roth: CAP-Märkte bleiben gesichert
Bei einem Besuch der Filderwerkstatt in Ostfildern hat die SPD-Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin Karin Roth die Sicherung der CAP-Märkte im Rahmen von Werkstätten für behinderte Menschen. „Die CAP-Märkte sind für die Integration von schwerbehinderten Menschen außerordentlich erfolgreich. Sie sind für die Bürgerinnen und Bürger ein gutes Einkaufsangebot vor Ort“, erklärte Karin Roth gegenüber den Beschäftigten in den CAP-Märkten.

Karin Roth mit Beschäftigten
© Filderwerkstatt
Werkstattleiter Klaus Korschinek hatte die SPD-Abgeordnete zu einem Gespräch mit den Beschäftigten der Filderwerkstatt eingeladen und dabei die Situation der schwerbehinderten Menschen eindringlich geschildert. Die CAP-Märkte sind gerade für den Kontakt und für die Selbstbestätigung der Betroffenen besonders wichtig. Außerdem erfahren die Betroffenen durch die unterschiedlichen Tätigkeitsfelder ihre eigenen Potenziale. Die CAP-Märkte im Filderraum werden von der Bevölkerung gut angenommen und sind daher wirtschaftlich. Die Beschäftigten in den Werkstätten trugen engagiert ihre Forderungen vor. Sie schätzen ihre Arbeit in den CAP-Märkten und sind überaus zufrieden mit ihr und der Anerkennung durch die Käufer.

Aufgrund des besonderen Unterstützungsbedarfes bei der Beschäftigung müsse darauf geachtet werden, dass die schwerbehinderten Beschäftigten auch entsprechend fachlich begleitet werden. Daher sei es erforderlich, die Situation vor Ort zu sehen und nicht die CAP-Märkte generell im Rahmen eines Integrationsbetriebes mit weniger Förderung und ausschließlicher Orientierung auf den ersten Arbeitsmarkt zu organisieren. Dies würde den betroffenen Personenkreis, der beispielsweise in der Filderwerkstatt beschäftigt wird und CAP-Märkte betreibt, nicht gerecht, sagte Karin Roth in ihrer Pressemitteilung.

Karin Roth ist sich mit dem Werkstattleiter und den Beschäftigten einig, dass die Frage, in welcher Unternehmensform die CAP-Märkte organisiert werden, nur vor Ort mit dem zuständigen Sozialhilfeträger und der Agentur für Arbeit getroffen werden kann.

„Die CAP-Märkte sind aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie erfüllen für die schwerbehinderten Menschen eine wichtige Lebens- und Arbeitshilfe. In den Gemeinden sind die CAP-Märkte beliebt und oft das einzige Angebot zur Versorgung der Bürgerinnen und Bürger. So soll es auch bleiben!“ versprach Karin Roth, „die CAP-Märkte müssen gesichert werden, deshalb habe ich gegenüber der Bundesagentur für Arbeit eine entsprechende Initiative unternommen.“


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