Politik 29.12.10
"Sozialer Arbeitsmarkt" - Werkstätten bieten Know-how
"Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM) sagt der Bundesagentur für Arbeit (BA) und ihrem Vorstandsmitglied Heinrich Alt ausdrücklich ihre absolute Unterstützung zu für die Weiterentwicklung und Ausarbeitung der Idee des 'sozialen Arbeitsmarktes'. Dass die Leistung des Konzeptes ‚Werkstatt’, die Integration von Menschen mit Handicaps in die Arbeitswelt, bei der BA diese Anerkennung findet und als gutes Beispiel hervorgehoben wird, freut uns sehr", so der BAG WfbM-Vorstandsvorsitzende Günter Mosen.

Im Kampf gegen die Langzeitarbeitslosigkeit plädiert der Vorstand der Arbeitsagentur im Interview mit der Berliner Tageszeitung „Die Welt“ am 28. Dezember für neue Konzepte. Im kommenden Jahr sollen Hartz-IV-Empfänger intensiver „gefördert und gefordert“ – und stattdessen Ein-Euro-Jobs abgebaut werden. „Für diejenigen Betroffenen, die keine Chance mehr auf eine reguläre Stelle haben, soll es einen zweiten ‚sozialen’ Arbeitsmarkt geben. Auch diese schätzungsweise 200.000 bis 300.000 Arbeitslosen sollten ein Angebot bekommen“. Alt verwies auf staatlich geförderte Integrationsbetriebe: „Viele Menschen wären glücklich über eine einfache Tätigkeit.“ Das Beispiel der Behindertenwerkstätten zeige, dass es durchaus möglich sei, dass Menschen mit schweren Handicaps in die Arbeitswelt integriert werden könnten“, so Alt in der „Welt“.

Werkstätten für behinderte Menschen fördern und beschäftigen täglich mehr als 285.000 Menschen mit Behinderung. Sie sind Pioniere im Anpassen von Arbeit an den Menschen - Spezialisten für "Maßarbeit". Darin haben Werkstätten in Deutschland seit nunmehr über 40 Jahren Erfahrungen gesammelt und europaweit eine viel beachtete Vorreiterrolle eingenommen. "Gerne stellen unsere Sozialunternehmen ihr Know-how, ihre Infrastruktur und ihre rund 70.000 hauptamtlichen Fachkräfte für die Eingliederung von Erwerbslosen zur Verfügung. Ein Netzwerk von rund 2500 Einrichtungen deutschlandweit bietet sich als regionaler Beschäftigungsgeber an. Als kommunale Sozialunternehmen sind wir in der Lage, Kommunen und Gemeinden dabei zu unterstützen, Menschen - deren Zugang zum sogenannten allgemeinen Arbeitsmarkt erschwert ist – ein Beschäftigungsangebot zu machen", kann Mosen versichern. "Der soziale Arbeitsmarkt ist mit unserem Know-how heute schon zu realisieren."

Ein weiterer Meilenstein wäre die Öffnung der Werkstätten für die Umsetzung der UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen. Diese verlangt die soziale Inklusion, das heißt, das Recht aller Menschen im vollen Umfang an der Gesellschaft teilzuhaben und dabei Autonomie und Unabhängigkeit zu wahren. "Wenn Menschen mit und ohne Behinderung in der Werkstatt oder in Integrationsbetrieben zusammenarbeiten können, ist Inklusion unter dem Dach des Sozialunternehmens Werkstatt im besten Sinne verwirklicht", urteilt Mosen.



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