Politik 26.10.11
Bundesfamilienministerin Schröder stellt Förderinstrument für Sozialunternehmen vor
© Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend
Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder und Dr. Axel Nawrath, Vorstandsmitglied der KfW Bankengruppe, stellten am 25. Oktober 2011 in Berlin ein neues Förderinstrument für Sozialunternehmen vor. Sozialunternehmen tragen mit innovativen Ideen zur Lösung gesellschaftlicher Probleme bei. Durch die neue Förderung erhalten sie das nötige Kapital, um wirksame Ansätze in die Breite zu tragen.

"Den Berufszweig der Krankenpflege oder Frau Montessoris Kindergärten gäbe es heute nicht, wenn sich nicht Unterstützer gefunden hätten, die sich weder von Zweiflern noch Kritikern aufhalten ließen. Sozialunternehmer brauchen unsere Unterstützung, denn sie leisten einen entscheidenden Beitrag zum Ideenreichtum und damit zur Wettbewerbsfähigkeit unseres Landes“, erklärte Bundesfamilienministerin Dr. Kristina Schröder in der Pressemitteilung des Bundesfamilienministeriums vom 25.10.2011.
 
„Soziale Innovationen sind der entscheidende Tropfen Öl im Getriebe unseres Fortschritts. Mit unserem neuen Förderinstrument stellen wir das Kapital zur Verfügung, das Sozialunternehmen brauchen, damit ihre Ideen wachsen und viele Menschen erreichen", so Dr. Kristina Schröder.

Finanzierungsinstrument der KfW
Bisher fehlt es noch an frei verwendbaren Finanzierungen für Sozialunternehmen, die eine marktorientierte Unternehmensentwicklung ermöglichen. Insbesondere besteht eine Lücke bei Wachstumsfinanzierungen für die Zeit nach der Gründung. Das neue Finanzierungsinstrument, das die KfW im Auftrag des Bundesfamilienministeriums entwickelt hat, soll diese Lücke schließen.
 
Das KfW-Programm zur Finanzierung von Sozialunternehmen startet am 1. Januar 2012. Es richte sich an Unternehmen, die mit einem innovativen Geschäftsmodell ein gesellschaftliches Problem lösen wollen und dabei explizit auch das Gemeinwohl im Blick haben, die die ersten Schritte als Unternehmen bereits erfolgreich bewältigt haben und nun expandieren möchten. Die KfW stellt hierfür das erforderliche Eigenkapital zur Verfügung. Sie arbeitet dazu mit weiteren Finanzierungspartnern wie Fonds, Business Angels oder Stiftungen zusammen. Deren Engagement kann die KfW künftig in gleicher Höhe und zu gleichen Konditionen im Einzelfall bis zu einem Betrag von 200.000 Euro ergänzen.
 
Erweiterung des finanziellen Spielraums
Das Programm erweitere somit den Finanzierungsspielraum von Sozialunternehmen in doppelter Hinsicht: erstens werde den Unternehmen direkt mehr Eigenkapital für die Finanzierung von Investitionen zur Verfügung gestellt. Zweitens sei eine solide Eigenkapitalausstattung auch bei Sozialunternehmen Grundvoraussetzung dafür, dass beispielsweise Geschäftsbanken mit eigenen Krediten die Wachstumsfinanzierung begleiten. Die Förderung von Sozialunternehmen und sozialen Innovationen ist ein Schwerpunkt der Nationalen Engagementstrategie der Bundesregierung.


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