Arbeitswelt 29.11.11
WfB Nürnberg baut Kooperation mit Staedtler aus
© Staedtler Mars GmbH & Co. KG
Am 28. November 2011 unterzeichneten die Staedtler Mars GmbH & Co. KG und die Werkstatt für Behinderte der Stadt Nürnberg gGmbH (WfB) einen Kooperationsvertrag mit Vorbildcharakter für die gesamte Region.

Beginnend mit anfangs zwölf Mitarbeitern und einem Betreuer, werden sukzessive ab Februar 2012 bis zu 30 Arbeitsplätze geschaffen, so die offizielle Pressemitteilung des Unternehmens.

Die Zusammenarbeit der WfB mit der Schreibwarenfirma besteht bereits seit über 30 Jahren. Das neu initiierte Integrationsprojekt kann als Höhepunkt dieser Partnerschaft bezeichnet werden.

Durch das Einrichten von Außenarbeitsgruppen der WfB in den Räumen von Staedtler wird die Teilhabe behinderter Menschen am Arbeitsleben in einem externen Betrieb ausgebaut. Gemäß dem Motto der WfB „Integration leben – gemeinsam Zukunft gestalten“ werden durch die Kooperation Menschen mit Behinderung in normale betriebliche Abläufe und Arbeitsorganisationen integriert.

Wie die Nürnberger Nachrichten berichten, hat Staedtler die Initiative für dieses Projekt ergriffen. „Wir mussten nicht erst mühsam von Tür zu Tür gehen und anklopfen“, betonte WfB-Geschäftsführer Werner Lindner.

Um den langfristigen Erfolg und die Akzeptanz des Projektes sicherzustellen, erfolgte bei Staedtler im Vorfeld die Bildung eines projektbegleitenden „Infokreises“ aus Mitarbeitern unterschiedlicher Abteilungen und Tätigkeitsfeldern. Diese tragen relevante Informationen in ihre Abteilungen hinein und gewähren einen ständigen Informationsaustausch mit der Projektleitung. Notwendige technisch-bauliche Voraussetzungen sind seitens Staedtler bereits umgesetzt. Die Mitarbeiter der WfB werden dieselben Werkseinrichtungen und –systeme nutzen wie beispielsweise die Werkskantine, sanitäre Einrichtungen, Parkplätze und das Werkstor, Zeiterfassungs-Chips sowie sonstige Werkszugänge. Dadurch ist die umfassende Integration der Mitarbeiter zweier eigenständiger Unternehmen unter einem Dach gewährleistet.

Staedtler startete bereits im Jahr 2008 ein ähnliches, sehr erfolgreiches Integrationsprojekt mit der Westmittelfränkischen Lebenshilfe Werkstätten GmbH am Produktionsstandort Sugenheim, das zum Weiterentwickeln inspirierte. Die Integration von Menschen mit Behinderungen in normale betriebliche Abläufe und Arbeitsorganisationen sieht das Unternehmen als weitere Chance, seine soziale und gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen.

Die Mitarbeiter des Unternehmens profitieren davon, da Berührungsängste abgebaut und ihre Sozialkompetenzen gestärkt werden. Für die Mitarbeiter im Staedtler Werk Sugenheim ist es bereits zu einer Selbstverständlichkeit geworden, gemeinsam unter einem Dach zu arbeiten, ganz nach dem Motto der Lebenshilfe „es ist normal, verschieden zu sein“. Dadurch entwickelt sich ein positiver Einfluss auf das Unternehmen und dessen Unternehmenskultur, der nun auch auf das Werk in Nürnberg übertragen wird.


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