Panorama 12.06.13
LAG:WfbM Niedersachsen unterzeichnet Charta der Vielfalt
Charta der Vielfalt, Logo
© Charta der Vielfalt e. V.
Die Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen Niedersachsen (LAG WfbM Niedersachsen) gehört seit Mai zu den inzwischen über 1 450 Mitunterzeichnern der „Charta der Vielfalt“. Damit verpflichtet sich die LAG:WfbM Niedersachsen, eine Organisationskultur zu pflegen, die von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung jeder und jedes Einzelnen geprägt ist. Zum 1. Deutschen Diversity-Tag Im Rahmen des Sommerlochfestivals am 13. Juli 2013 in Braunschweig wird Frau Aletta Gräfin von Hardenberg die offizielle Urkunde an die LAG:WfbM Niedersachsen überreichen.
Damit manifestiert die LAG:WfbM Niedersachsen einmal mehr ihr ureigenes Anliegen, aktiv mitzuwirken, dass Menschen – gleichgültig ob mit oder ohne Behinderung – in einer inklusiven Gesellschaft gleichberechtigt zusammen arbeiten und leben können.
Die LAG:WfbM ruft ihre Mitglieder dazu auf, sich der Charta-Initiative ebenfalls anzuschließen und auch auf diesem Wege den Aufbau einer inklusiven Gesellschaft zu unterstützen und mitzugestalten.

Über die Charta

Die Charta der Vielfalt ist eine im Jahre 2006 gegründete Unternehmensinitiative für Diversity und Diversity Management. Nach ihrem französischen Vorbild „Charte de la diversité“ initiierten BP Europe SE, Daimler, Deutsche Bank und Deutsche Telekom seinerzeit die Charta der Vielfalt in Deutschland.
Sie hat die Förderung von Vielfalt in Unternehmen zum Ziel. Sie will die Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Unternehmenskultur in Deutschland voranbringen. Organisationen sollen ein Arbeitsumfeld schaffen, das frei von Vorurteilen ist. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen Wertschätzung erfahren – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität.
Es soll ein Klima der Akzeptanz und des gegenseitigen Vertrauens geschaffen werden. Dieses hat positive Auswirkungen auf das Ansehen bei Geschäftspartnern, Verbraucherinnen und Verbrauchern sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern der Welt.
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat bis heute die Schirmherrschaft übernommen.
Träger der Initiative ist seit 2010 der gemeinnützige Verein „Charta der Vielfalt e. V.” als ein Public Private Partnership mit aktuell 19 Konzernen als Vereinsmitglieder.
 
Auszug aus dem Wortlaut der Charta

"Im Rahmen dieser Charta werden wir
  1. eine Organisationskultur pflegen, die von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung jeder und jedes Einzelnen geprägt ist. Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass Vorgesetzte wie Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Werte erkennen, teilen und leben. Dabei kommt den Führungskräften bzw. Vorgesetzten eine besondere Verpflichtung zu.
  2. unsere Personalprozesse überprüfen und sicherstellen, dass diese den vielfältigen Fähigkeiten und Talenten aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie unserem Leistungsanspruch gerecht werden.
  3. die Vielfalt der Gesellschaft innerhalb und außerhalb der Organisation anerkennen, die darin liegenden Potenziale wertschätzen und für das Unternehmen oder die Institution gewinnbringend einsetzen.
  4. die Umsetzung der Charta zum Thema des internen und externen Dialogs machen.
  5. über unsere Aktivitäten und den Fortschritt bei der Förderung der Vielfalt und Wertschätzung jährlich öffentlich Auskunft geben.
  6. unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über Diversity informieren und sie bei der Umsetzung der Charta einbeziehen.
Wir sind überzeugt: Gelebte Vielfalt und Wertschätzung dieser Vielfalt hat eine positive Auswirkung auf die Gesellschaft in Deutschland."


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