Panorama 10.12.13
Delegiertenversammlung der BAG WfbM am 5. und 6. Dezember 2013 in Dresden
Delegiertenversammlung 2013 in Dresden
Ingo Nürnberger (DGB) inspiriert auf der Jahresversammlung der BAG WfbM Delegierte und Verbandsvertreter mit seinem Impulsvortrag
© Ronald Bonss
Die Delegierten der Bundesarbeitsgemeinschaft der Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM) trafen sich am 5. und 6. Dezember 2013 in Dresden. Rund 100 Delegierte und eingeladene Verbandsvertreter tauschten sich bei der Jahresversammlung über gemeinsame Standpunkte und zukünftige Fragen aus.

„Man kann nur etwas verändern, wenn man mitgestalten will“, eröffnete der BAG WfbM-Vorstandsvorsitzende Martin Berg die zweitägige Tagung. Durchlässigkeit ist für Berg das Schlüsselwort bei der Weiterentwicklung der Angebote der Werkstattträger. „Das Angebot der Werkstatt selektiert und segmentiert nicht. Wir gehen auf die Wünsche und Potenziale der Menschen ein. Wir können starre Raster und Barrieren aufbrechen. Das ist eine der zentralen Werkstattkompetenzen und Voraussetzung, um für Menschen neue Arbeitsformen und Bildungszugänge zu gestalten. Dieses Know-how stellen wir zur Verfügung“.

Ein wichtiges Tagungsthema war die Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe. Welche Vorschläge und Empfehlungen gibt es seitens der Werkstätten für die Gestaltung eines Bundesteilhabegesetzes? Ingo Nürnberger, DGB-Abteilungsleiter Sozialpolitik und Vorstandsvorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) reflektierte in seinem Impulsvortrag die unterschiedlichen Zielsetzungen der politischen Entscheider auf Bundes- und Länderebene. Bei der Darstellung des komplexen Sozialsystems mit seinen vielen Zuständigkeiten behielt er immer den Nutzen für die Menschen mit Behinderungen im Fokus. Leitend ist die Frage: Welche Hilfe bieten zukünftige Veränderungen Menschen mit Behinderung, ihre Teilhabeansprüche wahrzunehmen?

„Werkstätten sind ein tragendes Element in der neu zu gestaltenden inklusiven Gesellschaft“, leitete der BAG WfbM-Vorstandsvorsitzende Martin Berg zur Diskussion in die Arbeitsgruppen über. „Sie gestalten Arbeit für Menschen, die vom allgemeinen Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind. Das können Sie an jedem Ort – in der Werkstatt und auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt.“

In Arbeitsgruppen wurden Positionen für die Interessenvertretung der Werkstätten geschärft, die auch 2014 auf Landes-, Bundes- und europäischer Ebene in die entscheidenden Debatten eingebracht werden. Über 700 Werkstattträger sind in der BAG WfbM zusammengeschlossen. Sie werden durch 88 gewählte Delegierte vertreten. Die Mitgliedseinrichtungen der BAG WfbM unterstützen an 2 600 Standorten rund 300 000 Menschen mit Behinderungen in der Teilhabe am Arbeitsleben.



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