Politik 21.09.17
3. Werkstatträte-Konferenz: Wie geht es mit der Mitbestimmung weiter?
Werkstatträte sprachen über die Ausgestaltung der Mitbestimmungsrechte
© Michael Dräger
Am 20. September 2017 fand die Werkstatträte-Konferenz der Landesarbeitsgemeinschaft der Werkstatträte Nordrhein-Westfalen (LAG WR NRW) in Münster statt. Zum dritten Mal trafen sich Werkstatträte aus ganz Nordrhein-Westfalen, um über aktuelle Themen zu diskutieren.

Ute Wegner, erste Vorsitzende der LAG WR NRW, eröffnete die Veranstaltung und begrüßte Ulrich Adlhoch, Leiter des Integrationsamts des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und zugleich Gastgeber, Dr. Edmund Heller, Staatssekretär im nordrhein-westfälischen Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales (MAIS), und weitere Gäste sowie die Teilnehmer im Landeshaus des LWL. Sie dankte allen Werkstatträten, die für mehr Mitbestimmung gekämpft hatten, und deren Engagement in der neuen WMVO gemündet ist. Zugleich wies sie darauf hin, dass Mitbestimmung zwar nun gesetzlich festgeschrieben sei, vielen jedoch noch nicht klar sei, was das für den Werkstattalltag bedeutet.

In einer Expertenrunde wurden Fragen zur Umsetzung der novellierten WMVO diskutiert
© BAG WfbM
Einbindung des Werkstattrats
In einer Diskussionsrunde beantworteten die geladenen Experten unter anderem Fragen zur Informationspflicht der Werkstatträte. Ute Wegner, Martin Kisseberth, Vorstandsmitglied Werkstatträte Deutschland, Konstantin Fischer, BAG WfbM-Rechtsreferent, Wolfgang Cremer, ver di-Landesfachbereichsleiter Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen, Martina Lindner-Wöhning, Regierungsbeschäftigte im Referat II B 2 im MAIS, Christoph Schnitzler, Geschäftsführer der Gemeinnützige Werkstätten Neuss GmbH, und Marlies Wiesemann, LWL-Behindertenhilfe, waren sich einig, dass eine frühzeitige Einbindung des Werkstattrats seitens der Geschäftsführung empfehlenswert ist.

Vermittlungsstelle einrichten
Die Tatsache, dass der Werkstattrat sein Recht auf Mitbestimmung einfordern kann, führte zur Frage nach der Vermittlungsstelle. Konstantin Fischer riet zur frühzeitigen Einrichtung einer Vermittlungsstelle, die aus drei Personen bestehen soll, da dies eine gewisse Vorlaufzeit erfordere. Auch Wolfgang Cremer empfahl, vorbereitet zu sein. Martina Lindner-Wöhning ermutigte die Werkstatträte, hier die Initiative zu ergreifen und genau solche Themen mit der Geschäftsführung zu besprechen. Christoph Schnitzler erklärte, dass Auseinandersetzungen zu einer guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit zwischen Werkstattrat und Geschäftsführung dazu gehören.

Zum Abschluss der Veranstaltung bedankte sich Ute Wegner bei allen Teilnehmern und verwies auf die nächste Werkstatträte-Konferenz, die 2019 stattfinden werde.


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