Politik 02.01.06
Zahl der Sozialhilfeempfänger steigt
Die Zahl der Sozialhilfeempfänger in Niedersachsen hat den höchsten Stand seit 1999 erreicht. Zum Jahresende 2004 bezogen 316.266 Personen laufende Hilfe zum Lebensunterhalt. Ihre Zahl stieg damit gegenüber 2003 um 3.371 bzw. um ein Prozent. Die Sozialhilfequote, der Anteil der Sozialhilfeempfänger an der Bevölkerung, stieg nach den Zahlen des Landesamtes für Statistik auf vier Prozent. Rund 55 Prozent der Sozialhilfeempfänger waren weiblich, fast jeder fünfte war Ausländer. Gesunken ist erneut das Durchschnittsalter. Es beträgt jetzt 26,4 Jahre. Das liegt vor allem am Rückgang der über 64jährigen, der im wesentlichen auf die 2003 eingeführte Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung zurückzuführen ist.

Weiter verschärft hat sich dagegen die Kinderarmut, die zum dritten Mal in Folge stieg. Mittlerweile leben 8,8 Prozent der unter 15jährigen von Sozialhilfe. 196.348 Sozialhilfeempfänger gehören zur Altersklasse 15 bis 64 Jahre, was einem Anstieg von 3,4 Prozent und einer Sozialhilfequote von 3,8 Prozent entspricht. 75 bis 90 Prozent dieser Menschen dürfte mittlerweile Arbeitslosengeld II erhalten. Das Landesamt geht davon aus, daß für viele nur wenig Hoffnung besteht, ihren Lebensunterhalt selbst zu bestreiten, da zum Jahresende rund 61 Prozent bereits länger als zwölf Monate und 41 Prozent länger als zwei Jahre Sozialhilfe beziehen.

Die Sozialhilfeempfänger lebten Ende 2004 in 149.051 Haushalten, sogenannten Bedarfsgemeinschaften. Der monatliche Bruttobedarf einer Bedarfsgemeinschaft an Nahrung, Kleidung, Unterkunft und Heizung betrug 924 Euro. Nach Abzug des angerechneten Einkommens wie Arbeitseinkommen, Wohn- und Kindergeld verblieb ein Nettoanspruch von 408 Euro. 2003 waren es 415 Euro. In Niedersachsen wurden einschließlich einmaliger Leistungen insgesamt 1,016 Milliarden Euro aufgewandt, 2003 waren es 1,032 Milliarden Euro.



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