Europa 07.03.06
Europäischer Tag der Menschen mit Behinderungen am 3. Dezember 2005
Anläßlich des Europäischen Tages der Menschen mit Behinderungen erläuterte das zuständige Kommissionsmitglied Vladimir Spidla Maßnahmen zur Förderung der „aktiven Eingliederung“ von behinderten Menschen in der Europäischen Union. Bei Beschäftigung und Chancengleichheit sieht er besonderen Handlungsbedarf bei der Sensibilisierung kleiner und mittelgroßer Unternehmen für das Thema „Behinderung“. Wörtlich stellte er klar: „Arbeitgeber und Gesellschaft im allgemeinen müssen Menschen mit Behinderungen als Menschen sehen, die generell aktiv sein wollen – auch auf dem Arbeitsmarkt. Behinderte Menschen stellen ein großes Potenzial dar, sind für gewöhnlich sehr flexibel und bedeuten einen Gewinn für den Arbeitsmarkt. Arbeitgeber müssen erfahren, was Menschen mit Behinderungen tun können und was nicht.“ Deutlich unterstrich er die Notwendigkeit, die Erwerbstätigen- und die Erwerbsquote behinderter Menschen zu steigern. Europaweit hatten 2003 nur 40 Prozent der Menschen mit Behinderungen einen Arbeitsplatz, gegenüber 64,2 Prozent der nicht behinderten Arbeitnehmer. In der geringen Bereitschaft der Arbeitgeber, behinderte Menschen aus Gründen kostenintensiver Anpassungen einzustellen, sieht die Kommission das größte Hindernis an der gleichberechtigten Teilhabe am Arbeitsleben. Diesen unbefriedigenden Zustand gerade auch im Zusammenhang mit einem schrumpfenden Arbeitskräftepotenzial innerhalb der Union nachhaltig zu ändern, schlug er vier Maßnahmen für die kommenden zwei Jahre vor:

  1. Zugang zu hochwertigen Unterstützungs- und Betreuungsleistungen für behinderte Menschen zu ermöglichen;
  2. die Barrierefreiheit für alle zu verbessern;
  3. für mehr vergleichbare Daten zu sorgen sowie
  4. die Analysekapazitäten der Union zu stärken.

Neben dem Bevölkerungsrückgang in den Mitgliedsstaaten und die dadurch notwendige Teilhabe möglichst aller Erwerbsfähigen am Arbeitsleben machte er auch auf die zunehmende Alterung der Gesellschaften aufmerksam und die hierdurch zu erwartenden Altersabhängigkeiten. Neue Formen des Ausgleichs zwischen Globalisierung und Alterung müßten gefunden werden. Dies würde auch Auswirkungen auf das Leben in unseren Gesellschaften zur Folge haben.



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