Panorama 10.07.06
oder: Beispiele für kreative Öffentlichkeitsarbeit
oder: Beispiele für kreative Öffentlichkeitsarbeit

Die Fußballweltmeisterschaft ist zu Ende. Wer konnte sich ihr entziehen? Gibt es jemanden, der nicht davon gehört hatte? Es soll Menschen geben, die sich eher weniger für diese Sportart interessieren – doch auch sie saßen bei den letzten Spielen vor den Fernsehern oder Leinwänden und fieberten mit. Die Macht der Medien. Hier wurde sie deutlich. Doch nicht nur über Presse, Funk und Fernsehen kann Aufmerksamkeit erreicht werden. Wir wollen hier nach und nach Beispiele für eine kreative Öffentlichkeitsarbeit geben.

Die Oberurseler Werkstätten. 35 Jahre werden sie in diesem Jahr. Eine „klassische“ Werkstatt am Rande des Taunus. Immer auf der Suche nach neuen Betätigungsfeldern. Seit Jahren sind die Werkstattbeschäftigten ganz groß in der Aktenvernichtung. So manche Bank und auch das Regierungspräsidium zählen zu ihren Kunden. Nicht ganz so lange beherrschen die Beschäftigten das elektronische Dokumentenmanagement. Doch Mailings – das ist seit Jahren ihr Geschäft.

Die Idee zur Aktion lag nah und besticht durch Kreativität. Was hat die Werkstatt gemacht? Sie hat erst einmal ihre Zielgruppe definiert. Dazu gehörten Kunden, zukünftige Kunden, Politiker und Freunde. Diese Kunden erhielten im Abstand von mehreren Tagen Postkarten. Handschriftlich mit netten Grüßen. Aber ohne Hinweis auf die Werkstatt. Die Postkarten kamen aus Köln, Hamburg und München – der Poststempel bewies es. Die Unterschrift, „O. W.“, hat sicherlich so mancher als Onkel Wilhelm oder Oma Waltraud gedeutet und sich gedacht, da hat jemand die Adresse verwechselt. Doch nach der zweiten und dritten Karte wurde man nachdenklich – was ist das?

Dann kam ein Brief der Oberurseler Werkstätten. Ordentlich mit Briefkopf und einer prächtigen Imagebroschüre. Unterschrieben vom Chef persönlich, Karlheinz Roth. Der Brief brachte die Auflösung des Rätsels:

„Heute möchte ich die Aktion gerne auflösen. Hinter dem Kürzel O. W. stecken wir, die Oberurseler Werkstätten. Wir wollen mit dieser Aktion zeigen, daß Werkstätten innovative Ideen haben und umsetzen können. Das gilt auch für unsere Angebote.“

Das Feedbeck hält an. So kommt man ins Gespräch. Wir wünschen der Werkstatt weiterhin viel Erfolg – auch in der Öffentlichkeitsarbeit!


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