Arbeitswelt 27.06.07
Bezirk Mittelfranken wird Partner der Werkstätten:Messe 2008
Während der Werkstätten:Messe 2007 trafen sich Vertreter des Bezirks Mittelfranken, der BAG WfbM und der NürnbergMesse zu einem Gespräch. Es sollte geklärt werden, wie die politische und lokale Bedeutung der Messe weiter gesteigert werden kann. Dabei unterstrich der Bezirk, daß er die Weiterentwicklung der Werkstätten:Messe am Standort Nürnberg aktiv unterstützen will.

Alle Beteiligten waren sich einig, daß die Einbindung des Bezirks in die Partnerschaft zur Werkstätten:Messe der lokalen Verankerung der Veranstaltung sehr förderlich sein kann. Sie verdeutlicht zudem das Interesse der Politik an den Werkstätten.

Es wurde vereinbart, daß der Bezirk Mittelfranken künftig die Werkstätten:Messe als Partner unterstützt. Insbesondere die Bereiche „Europäische Beziehungen“ sowie Bildungsthemen bieten sich hierfür an. Auch an Marketingmaßnahmen wird sich der Bezirk zukünftig beteiligen.

Die BAG WfbM war von Werkstätten aus Mittelfranken und Mitgliedern des BAG WfbM-Arbeitskreises Markt gebeten worden, die Möglichkeit einer Zusammenarbeit mit dem Bezirk Mittelfranken auszuloten. Bisher war es nicht zu einer solchen Partnerschaft gekommen, da der Bezirk „unter Abweichung der Sollvorschrift von § 9 Abs. 3 WVO“ einen „Personalschlüssel im Gruppendienst von 1 zu 13 vereinbaren“ will. Diese der Verordnung entgegenstehende Regelung wird von der BAG WfbM entschieden abgelehnt.

Die einseitige Absenkung des Personalschlüssels läßt sich auch nicht damit rechtfertigen, daß die Werkstattträger seit Jahren wegen gedeckelter Kostensätze die Personalquote von 1 zu 12 nicht mehr erfüllen könnten. Die meisten Werkstätten hätten bereits Personalanpassungen vornehmen müssen, argumentiert der Bezirk.

Über diese Frage wurde auch auf der Podiumsdiskussion auf der Werkstätten:Messe 2007 ausführlich gesprochen. Einig war man sich, daß sich die Finanzierungsfrage an der Ergebnisqualität ausrichten muß. Diese Herausforderung muß von Leistungserbringern und Leistungsträgern in einer gemeinsamen Strategie erreicht werden und darf nicht zu Lasten der Leistungsberechtigten erfolgen.

Im Anschluß an die Werkstätten:Messe 2007 wollen die BAG WfbM und der Bezirk Mittelfranken nun gemeinsam über Finanzierungsfragen und die Weiterentwicklung der Werkstätten angesichts steigender Fallzahlen beraten. Die Ergebnisse dieser Überlegungen werden auf der Werkstätten:Messe in Foren und Podiumsgesprächen vorgestellt. Eine Einbeziehung der Bundesarbeitsgemeinschaft der überörtlichen Sozialhilfeträger BAGüS ist aufgrund der bundesweiten Bedeutung der Themen möglich und erwünscht.

Alle Beteiligten – so auch der Großteil der mittelfränkischen Werkstätten – waren sich einig, daß abweichende Positionen in Sachfragen eine Partnerschaft und Unterstützung der Werkstätten:Messe nicht ausschließen sollten.


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