Panorama 01.02.08
Geht das auch auf Deutsch?
Wer die Fachdiskussionen der Eingliederungshilfe verfolgt, stößt immer wieder auf englische Begriffe. Selbst wenn man des Englischen mächtig ist, gelingt nur selten eine angemessene Übersetzung. „Disability Mainstreaming“ ist ein solcher Begriff. Er ist angelehnt den Ausdruck „Gender Mainstreaming“, der vor einigen Jahren zahlreiche Fachdiskussion durchzog und eine geschlechterorientierte Politik beschrieb. Nun also „Disability Mainstreaming“.

Spätestens mit der UN-Konvention zum Schutz der Rechte behinderter Menschen gewinnt dieser Begriff an Bedeutung. Er beschreibt einen Wechsel der Betrachtungsweise: Menschen mit besonderen Eigenschaften sollen nicht länger als Einzel- oder gar Randthema betrachtet werden. Vielmehr soll „Disability Management“ alle Themenbereiche der Politik und des gesellschaftlichen Miteinanders durchziehen. Losgelöst von speziellen behindertenpolitischen Themen z. B. in der Sozialpolitik, sollen alle Gesetzesvorhaben und jedes gesellschaftliche Handeln auf mögliche Auswirkungen auf alle Menschen hin durchleuchtet werden. Von Bauvorhaben über geplante Änderungen im Gesundheitssystem bis zu Fragen des Familienrechts, die Anliegen und Vorstellungen der Menschen mit Unterstützungsbedarf sollen bereits im Vorfeld der Gesetzgebung mitgedacht und einbezogen werden.

Voraussetzung ist, daß die Betroffenen gehört werden. Ihre Bedürfnisse und Lebenssituationen müssen bekannt sein. Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen müssen in den Prozeß mit einbezogen werden. Gerade für „Menschen mit Lernschwierigkeiten“ bedeutet dies, daß Gesetzesvorhaben entsprechend dargestellt und „entschleunigt“ werden. Denn nur so kann eine durchgängige und gleichberechtigte Einbeziehung gelingen.


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