Arbeitswelt 17.07.08
Neue Zeichen auf dem bayerischen Arbeitsmarkt?
Behinderte Menschen profitieren nicht von der positiven Arbeitsmarktentwicklung wie nichtbehinderte Menschen. Diese Tatsache nahmen Anita Knochner, Behindertenbeauftragte der Bayerischen Staatsregierung, und Rainer Bomba, Chef der Regionaldirektion Bayern sowie Dr. Franz Prast, Mitglied der Geschäftsführung, als Anlaß für ein Gespräch.

Im Ergebnis soll ein gemeinsamer Aufruf an die Unternehmer erfolgen, um Arbeitgeber zu motivieren, mehr Menschen mit Behinderungen zu beschäftigen. Die Förderinstrumente wie der der Eingliederungszuschuß sollen hierbei vorgestellt werden. Direkte Kontakte sollen zwischen den Callcentern der Bundesagentur, den kommunalen Arbeitstischen und den Integrationsfachdiensten hergestellt werden.

Bomba: „Die Integrationsfachdienste sind wichtige Experten auf dieserm Gebiet und aus der Vermittlung und Beratung nicht wegzudenken“.

Mit zusätzlichen Maßnahmen sollen innerhalb eines Jahres weitere 500 Menschen mit Behinderung in den allgmeinen Arbeitsmarkt vermittelt werden.

Knochner dazu: „Es ist nicht alltäglich und hat erfrischende Wirkung zu sehen, die Bundesagentur für Arbeit steht zu einem Handlungsbedarf und schlägt aus eigenen Stücken Lösungen vor“.

Auf die chronische Unterfinanzierung der Integrationsfachdienste angesprochen, wurde die Pauschale für Vermittlungsarbeit diskutiert. Die Gesprächspartner waren sich einig, daß diese Leistung zu gering bemessen ist. Die Behindertenbeauftragte wird, gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen aus den übrigen Bundesländern, die Bundesagentur für Arbeit um Anpassung ersuchen.

Die verringerten Förderungszeiträume haben den Integrationsfirmen zwischenzeitlich eine prekäre Situation beschert. Diese Auswirkungen waren der Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern in ihrem Ausmaß nicht bekannt. Knochner: „Wir haben deshalb gemeinsam vereinbart, daß ich mich in den mir bekannten Fällen direkt an die Geschäftsführung der Regionaldirektion Bayern wenden kann.“

Es wurde beschlossen, die Projekte „Übergang von den Werkstätten in den regulären Arbeitsmarkt“ und „Übergang Förderschule - Beruf“ weiterhin von allen Seiten zu unterstützen. In den kommenden Wochen sei hier eine Lösung zur Weiterfinanzierung zu finden.


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