Menschen in Werkstätten 14.05.13
Anspruch auf einen Werkstattplatz haben erwachsene Menschen, die wegen der Art oder Schwere ihrer Behinderung keine betriebliche Berufsausbildung und keine übliche Erwerbsarbeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt bekommen.

Jahr Belegte Plätze in
anerkannten WfbM
Zuwachs absolut Zuwachs in v. H.

1994 152.501    
1995 159.561 7.060 4,6
1996 166.356 6.795 4,3
1997 172.049 5.693 3,4
1998 180.686 8.637 5,0
1999 188.275 7.589 4,2
2000 194.722 6.447 3,4
2001 201.679 6.957 3,6
2002 226.703 25.024 12,4
2003 235.756 9.053 4,0
2004 245.798 10.042 4,3
2005 256.556 10.758 4,4
2006 268.046 11.490 4,5
2007 275.492 7.446 2,8
2008
            (wg. geänderter Erstattungspraxis für 2008 und 2009 nicht erhoben)
           
Entwicklung der Werkstattplätze (Quelle: BMAS)
Es sind hauptsächlich geistig behinderte Menschen, denen die Erwerbswirtschaft keine Angebote macht. In den letzten Jahren steigt jedoch der Anteil an Werkstattbeschäftigten, die psychisch behindert sind.

Es gibt mannigfaltige Definitionen von Behinderungen. Gemeinsam ist ihnen, dass sie wenig aussagekräftig sind. Im Jahr 2001 hat sich die Weltgesundheitsorganisation (WHO) von ihrer überkommenen, stark defizitorientierten Definition von Behinderung getrennt, die veraltete internationale Klassifikation (ICIDH-1) aufgegeben und eine völlig neue, differenzierte Klassifikation (ICIDH-2 / ICF) verabschiedet. Die berücksichtigt endlich die zahlreichen gesellschaftlichen und physikalischen Umweltfaktoren.

Geistige Behinderung ist ein unzulänglicher Sammelbegriff für eine Vielzahl sehr verschiedener Syndrome, denen oft und mehrheitlich Lern- und Anpassungsverzögerungen eigen sind. Die wenig differenzierte Beurteilung und das häufige Pauschalurteil "geistig behindert" wirken als Eingliederungshemmnis. Die verschiedenen geistigen Behinderungen allein lassen nicht den Schluss zu, dass schon deshalb die Anforderungen des Erwerbslebens die Leistungs- und Widerstandsfähigkeit des behinderten Menschen überstrapazieren. Die Zugangssperren zum allgemeinen Arbeitsmarkt sind ebenso mit einer unzureichend flexiblen Arbeitsorganisation, mit fehlenden Kenntnissen über geistig behinderte Menschen und mit tiefsitzenden Vorurteilen zu begründen.

Prognose zum 31.12.2010 254.160
abzügl. Erhöhung der Außenarbeitsplätze 3.000
abzügl. Kompensierung durch Integrationsplätze 4.000
abzügl. kurzfristige Überbelegung 2010 1.600
abzügl. Jobsharing bei Teilzeitbeschäftigung 2.500
Erwarteter Platzbedarf zum 31.12.2010 243.060
zum 31.12.2004 in Werkstätten belegte Plätze 245.798
Die cons_ens-Studie von 2002: Platzbedarf in Werkstätten 2010
Ein individuell angepasster Arbeitsplatz, eine humane Arbeitsablauforganisation und angemessene Arbeitsbedingungen, eine ansprechende und förderliche Arbeitsatmosphäre und ein menschliches kollektives Arbeitsverhalten sind hilfreiche Leistungsstimulanzen.

Die Mitglieder der BAG WfbM haben zum 01.01.2011 folgende Zahlen gemeldet:

Eingangsverfahren und Berufsbildungsbereich:    32.980
Arbeitsbereich:                                                     249.584
Summe:                                                                282.564
dazu kommt der:
Förderbereich ohne Sozialversicherung:               14.729
Gesamtangebot an Unterstützungsleistung:        297.293

Anteil der Werkstattbeschäftigten mit bestimmten Behinderungsarten zum 01.01.2012

geistige Behinderung:           77,49 %
psychische Behinderung:      19,18 %
körperliche Behinderungen:    3,33 %

Anzahl Werkstätten in Deutschland in den Jahren (Anzahl BAG WfbM-Mitglieder in Klammern)

2002: 668 (629 = 94,2%)
2003: 669 (630 = 94,2%)
2004: 678 (633 = 93,4%)
2005: 687 (628 = 91,4%)
2006: 698 (644 = 92,3%)
2007: 700 (651 = 93,0%)
2008: 710 (656 = 92,3%)
2009: 715 (661 = 92,4%)
2010: 719 (667 = 92,8%)
2011: 721 (676 = 93,8%)
2012: 723 (679 = 93,9%)


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