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Maßarbeit |
19.09.11 |
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Maßarbeit – Neue Chancen mit Sozialunternehmen
 © Volker Besier Das neue Positionspapier des Vorstands der BAG:WfbM
Auf der Werkstätten:Messe 2011 präsentierte der Vorstand der BAG:WfbM sein neues Positionspapier mit dem Titel „Maßarbeit – Neue Chancen mit Sozialunternehmen“. Darin formuliert der Vorstand seine Strategie zur Weiterentwicklung der Angebote zur Teilhabe am Arbeitsleben.
„Maßarbeit“ nimmt Stellung zur Weiterentwicklung der Eingliederungshilfe für behinderte Menschen in Deutschland. Es baut auf Gedanken und Forderungen auf, die der Vorstand der BAG:WfbM im Jahr 2007 in seinem Positionspapier „Mut zur Zukunft“ formulierte.
Der Titel des Vorstandspapiers ist gleichzeitig der Name des neuen Konzeptes, das die Entwicklung der Werkstatt als Sozialunternehmen beschreibt. Es überträgt das erfolgreiche Konzept der Werkstattarbeit auf alle Personen, die Unterstützungsangebote auf ihrem Weg in die Arbeitswelt benötigen. Dabei berücksichtigt „Maßarbeit“ die sozial- und arbeitsmarktpolitischen Rahmenbedingungen.
Um die optimale Unterstützung für behinderte Menschen zu erreichen, sieht es der Vorstand der BAG:WfbM als unverzichtbar an, mehrere Wege gleichzeitig zu beschreiten. Die Werkstattträger haben hier bereits eine große Entwicklung vollzogen und eine Vielzahl von angemessenen und angepassten Arbeitsverhältnissen geschaffen.
Trotzdem sieht der Vorstand der BAG:WfbM noch großes Entwicklungspotenzial für die Werkstattträger – auch und vor allem, um Menschen, die auf dem Arbeitsmarkt keine nachhaltigen Chancen haben, ein Angebot zu machen. Deshalb sieht der Vorstand der BAG:WfbM die Erweiterung des Arbeitsmarktes um „soziale Unternehmen“ zu einem offenen Arbeitsmarkt als sinnvolle und notwendige Entwicklung an.
Kernaussagen von „Maßarbeit“
Der Vorstand der BAG:WfbM geht in seinem Papier davon aus, dass Inklusion nur gemeinsam mit den Werkstätten gelingen kann, da sie zur Vielfalt der Angebote beitragen. Um die Inklusion weiter voranzutreiben, sei es nur konsequent, die Angebote der Werkstätten nicht auf nur einen „exklusiven“ Personenkreis zu beschränken.
Demzufolge sollten Werkstattträger Angebote für Personengruppen entwickeln können, die keine Werkstattbeschäftigten sind. Damit sei die Entwicklung der Werkstattträger zum Sozialunternehmen verbunden. Diese Weiterentwicklung vom Werkstattträger zum Sozialunternehmen wird weitreichende positive Effekte für die Gesellschaft haben, so der Vorstand.
Effekte von „Maßarbeit“
Durch die Umsetzung von „Maßarbeit“ erwartet der Vorstand eine Verbesserung des Wunsch- und Wahlrechts. Auch die Entwicklung von Beschäftigungsangeboten für Menschen, deren Zugang zum Arbeitsleben erschwert ist, soll sich verbessern.
Zukünftig soll es möglich werden, dass die Infrastruktur der Sozialunternehmen für soziale Angebote der Kommunen genutzt werden kann. Außerdem sollen die Sozialunternehmen die Unternehmen der Erwerbswirtschaft beim Aufbau eigener Werkstattabteilungen unterstützen. Gleichzeitig sollen die Unternehmen die Möglichkeit haben, betriebliche Abteilungen in Werkstätten aufzubauen.
Der Ausbau der beruflichen (Erst-)Qualifizierung und Ausbildung (auch gemeinsam mit anderen Bildungsanbietern) soll noch mehr in den Fokus der Arbeit rücken.
Durch die Nutzung von Infrastruktur und Know-how der Sozialunternehmen könnten außerdem in Unternehmen der Erwerbswirtschaft Beschäftigungsplätze für langfristig kranke oder wiederholt arbeitsunfähige oder behinderte oder von Behinderung bedrohte Menschen erhalten werden.
„Maßarbeit“ auch in Leichter Sprache
In den vergangenen Monaten hat die BAG:WfbM über die Inhalte des Papiers mit ihren Mitgliedern und Gremien sowie mit Vertretern der Politik, der Leistungsträger und der Verbände diskutiert. Eine ganz wichtige Gruppe hat sich aber bisher noch kaum mit den Gedanken in „Maßarbeit“ auseinandergesetzt: die Werkstattbeschäftigten. Das soll nun anders werden.
Deswegen hat die BAG:WfbM in Zusammenarbeit mit dem Übersetzungsbüro „leicht gesagt“ und dem Künstler Phil Hubbe „Maßarbeit“ in leichte Sprache übertragen. Gut verständlich können nun auch Menschen mit Behinderung nachlesen, welche Ideen zur Weiterentwicklung der Werkstätten der BAG:WfbM-Vorstand entwickelt hat.
Wie bekommen Sie "Maßarbeit"?
„Maßarbeit“ und „Maßarbeit in Leichter Sprache“ können Sie kostenlos bei der BAG:WfbM anfordern. Entweder per E-Mail an info@bagwfbm.de oder direkt auf www.bagwfbm.de. Aufgrund der hohen Nachfragen bieten wir Ihnen beide Publikationen auch als Download an:
"Maßarbeit"
"Maßarbeit in Leichter Sprache"
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