Die "exzellent"-Preisträger*innen aus dem Jahr 2021 19.05.21
Preisträger*innen des „exzellent:arbeit“ 2021 und Gewinner von 1.000 Euro:
 
  • Lebenshilfe Harzkreis-Quedlinburg gGmbH
mit „Die Entstehung der Eigenmarke FAIRklemmt“

Die Jury begründet die Preisverleihung wie folgt: Herausragend an der Entstehung der Eigenmarke „FAIRklemmt“ ist die Kombination aus der Neuentwicklung eines etablierten Produktes mit einem modernen Vermarktungskonzept.

FAIRklemmt erzählt die Geschichte von Mut, Überzeugung und Liebe für ein Produkt sowie Respekt für die Menschen, die dahinterstehen. Es braucht Mut, alle bestehenden Geschäftsbeziehungen zu Großkunden aufzulösen und einen ganz eigenen Weg zu beschreiten. In sehr überzeugender und konsequenter Weise wurde die Produktion von hochwertig hergestellten Klemmmappen unter dem Markenamen FAIRklemmt neu entwickelt, ein Onlineshop erstellt und für das Marketing Social Media Kanäle genutzt.

Auf einem modernen und erfolgreichen Weg gelang es so, die Werkstatt als Ort zur Bewahrung des traditionellen Papierhandwerkes zu präsentieren und gleichzeitig neue Zielgruppen über den direkten Vertrieb zu gewinnen. Die Einbindung der Menschen mit Behinderungen in den Prozess der Markenentwicklung schaffte eine starke Identifizierung mit dem Arbeitsprodukt sowie zusätzliche Motivation und große Anerkennung für die geleistet Arbeit.
Nähere Informationen zur Verwendung von Videos über Vimeo finden Sie hier externer Link.


Die Zweitplatzierten in der Kategorie „exzellent:arbeit“ und Gewinner von jeweils 500 Euro:
 
  • DeinWerk gGmbH Gemeinnützige Werkstatt für Menschen mit psychischer Behinderung
mit „Kein Platz für Ausgrenzung - die etwas andere Parkbank“
 
Menschen erfahren auf vielfältige Weise Ausgrenzung, etwa aufgrund von Behinderung, wegen Armut, Religion oder Hautfarbe. Die Mitarbeiter der DeinWerk gGmbH, haben sich mit dem Thema Teilhabe und Ausgrenzung auseinandergesetzt und eine hochwertige Parkbank entworfen, welche rechts keine Sitzfläche hat und auf der verlängerten Rückenlehne die Aufschrift trägt „Kein Platz für Ausgrenzung“.

Als Raum- und Diskussionsobjekt wurde die Bank an öffentlichen Orten und Schulen im Kreis Heinsberg aufgestellt. Zudem wird die Bank öffentlichkeitswirksam mit einem Bildband und einer Wanderausstellung beworben. Mehr als 120 Bänke sind bereits bestellt worden.

Mit der hochwertig produzierten „Bank gegen Ausgrenzung“ vermarktet die noch junge DeinWerk gGmbH nicht nur ihre professionelle Produktion, sondern vermittelt vor allem den Schwerpunkt ihrer Arbeit: Die Förderung von Teilhabe am Arbeitsleben für Menschen mit Behinderung.

 
  • Pfennigparade WKM GmbH
mit "Medienschmiede“
 
Webvideos machen Internetseiten attraktiv, erhöhen Klickraten und Verweildauer. Sie sprechen bei den Nutzern mehrere Sinne an und wecken Emotionen. Diesen Trend nutzt die Werkstatt der Pfennigparade mit ihrer „Medienschmiede“. Wer seinen Auftritt mit barrierefreien Videos und Audioformaten aufwerten möchte, kann sich das passende Angebot „zurechtschmieden“ lassen.

Zukunftsweisend ist dieses Angebot auch für die Mitarbeiter*innen mit Behinderungen: „Was mit Medien“ zu arbeiten, hat nicht nur ein trendig-positives Image. Es hebt bei Vielen das Selbstwertgefühl. Nebenbei erwerben die Mitarbeiter*innen jede Menge Digitalkompetenz – eine gute Grundlage in fast allen Berufen.


Preisträger*innen des „exzellent:bildung“ 2021 und Gewinner von 1.000 Euro:
 
  • Stiftung Mensch
mit "Das Motivations- und Ausbildungszentrum MAX - mehr als Bildung"
 
Seit April 2020 wird Berufliche Bildung für Menschen mit Behinderung in Dithmarschen neu und anders umgesetzt. Direkt im Zentrum der Stadt hat die Stiftung Mensch das Bildungszentrum MAX eröffnet. Die Werkstattleistung Bildung findet seitdem mitten im öffentlichen Leben statt mit einem Konzept, das sich außergewöhnlich und losgelöst vom Werkstattkontext präsentiert. Im MAX zählt die (Aus)- Bildung!

Dabei überzeugte die Jury insbesondere die inklusive Ausrichtung, die ein klares Zeichen gegen Stigmatisierung setzt und mit modernsten Bildungsinstrumenten sehr nah am allgemeinen Arbeitsmarkt und eng verknüpft mit der Wirtschaft agiert. E-Learning wird hier mittels Tablets, VR-Brillen und Activboards großgeschrieben. Alles geht, alle Wege sind offen.

MAX ist genau passend für alle jungen Bildungswilligen. MAX präsentiert in moderner Weise hochwertige Bildung. Der eigene Markenauftritt bringt die Außergewöhnlichkeit zum Ausdruck. MAX will aber noch mehr: Echte Anerkennung durch Prüfungsabschlüsse und Zertifikate für einen erfolgreichen Einstieg in den allgemeinen Arbeitsmarkt.

Nähere Informationen zur Verwendung von Videos über Vimeo finden Sie hier externer Link.


Die Zweitplatzierten in der Kategorie „exzellent:bildung“ und Gewinner von jeweils 500 Euro:
  • wertkreis Gütersloh gGmbH
mit „3D-inklusiv“

Im Mai 2019 startete die Berufliche Bildung der wertkreis Gütersloh gGmbH in den Bereichen 3D-Druck mit einem neuen Qualifizierungskonzept „3D inklusiv“. Menschen mit unterschiedlichen Einschränkungen erlangen Kenntnisse in der Entwicklung, Konstruktion und additiven Fertigung von Baugruppen und erhalten Zugang zu modernsten Technologien.

Nach dem Erlernen der Grundlagen des technischen Zeichnens und des Umganges mit der 3D-CAD-Software, können die Teilnehmenden bereits nach kurzer Zeit Hilfsmittel für sich und andere konstruieren und drucken.

Die Jury lobt insbesondere die partizipative Ideenfindung und Entwicklung, die ungeahnte Potenziale bei den Lernenden weckt und höchst motivierend wirkt.
 
  • FSD Lwerk Berlin Brandenburg gGmbH
mit „Die Lwerk.App“

Wie sieht eine digitale Werkstatt aus? Als Antwort auf diese Frage entstand beim Lwerk ein barrierearmes digitales System, das den Teilnehmenden erlaubt, an der beruflichen und allgemeinen Bildung via Bildungsplattform und Videokonferenz teilzunehmen.

Mit diesem Konzept als ersten Baustein entwickelten Menschen mit Behinderungen, Angestellte und externe Techniker gemeinsam eine hauseigene App für die Bildung, Kommunikation und Information sowie zur Unterstützung im Arbeitsbereich.

Mit der Lwerk.App und den über 1.300 verteilten Tablets besteht jetzt auch die Möglichkeit, weitere Prozesse in der Werkstatt digital zu unterstützen. Die Weiterentwicklung der App wird von allen Werkstattbeschäftigten gemeinsam als Prozess verstanden und fortgeführt. Dieser ganzheitliche und nachhaltige Ansatz hat die Jury überzeugt.


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