12. Januar 2006
Die Bundesregierung unter Kanzler Gerhard Schröder hatte in ihrem zweiten Armuts- und Reichtumsbericht eine umfassende Bestandsaufnahme der sozialen Situation in Deutschland vorgelegt. Darin wird deutlich, daß die soziale Ungleichheit weiter angestiegen ist. [mehr]
Der Landesrechnungshof Thüringen glaubt, „daß die personelle Ausstattung in Werkstätten für behinderte Menschen in Thüringen im Vergleich zu anderen Ländern überhöht ist“. Das Landesamt für Soziales und Familie (LASF) bestätigte diese Fehleinschätzung auch noch und bekundete, „es strebe gemeinsam mit dem zuständigen Ministerium eine Reduzierung des Personalschlüssels und damit der Vergütung an“. [mehr]
02. Januar 2006
Die Zahl der Sozialhilfeempfänger in Niedersachsen hat den höchsten Stand seit 1999 erreicht. Zum Jahresende 2004 bezogen 316.266 Personen laufende Hilfe zum Lebensunterhalt. Ihre Zahl stieg damit gegenüber 2003 um 3.371 bzw. um ein Prozent. Die Sozialhilfequote, der Anteil der Sozialhilfeempfänger an der Bevölkerung, stieg nach den Zahlen des Landesamtes für Statistik auf vier Prozent. Rund 55 Prozent der Sozialhilfeempfänger waren weiblich, fast jeder fünfte war Ausländer. Gesunken ist erneut das Durchschnittsalter. [mehr]
30. Dezember 2005
Erwerbstätig sein zu können, das ist nicht nur eine Voraussetzung zur Einkommenssicherung, sondern auch eine zentrale Lebenserfahrung, die unerläßlich für die Ausbildung einer selbstbewußten Persönlichkeit und eine wichtige Quelle gesellschaftlicher Anerkennung ist. Dies gilt für Menschen mit Behinderungen gleichermaßen wie für Menschen ohne Behinderungen. Im System der beruflichen Rehabilitation nehmen die Werkstätten für behinderte Menschen eine wichtige Stellung ein. Rheinland-Pfalz hat deshalb viel Geld investiert, um über 12.000 Plätze in Werkstätten einzurichten. Damit wurde ein flächendeckendes Angebot geschaffen, mit dem Rheinland-Pfalz im Bundesvergleich sehr gut dasteht. [mehr]
21. Dezember 2005
Unsere Gesellschaft hat eine unaufkündbare Verantwortung gegenüber ihren schwächsten Mitgliedern, die unsere Hilfe brauchen. Für zahlreiche behinderte Menschen in Niedersachsen und den anderen Bundesländern sind Werkstätten nicht nur ein Arbeits-, sondern auch ein Lebensraum. Die schwindenden finanziellen Spielräume der öffentlichen Haushalte und der Sozialsysteme stellen jedoch auch diese Einrichtungen vor neue Herausforderungen. Der Ruf nach immer „mehr“ in gewohnten Mustern findet zunehmend seltener den gewünschten Widerhall. [mehr]
Das Bürgerbüro im Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen hat auf eine Pressemeldung der BAG WfbM geantwortet:

„Das von Ihnen angesprochene Gesetz zur Entlastung der Kommunen im sozialen Bereich (KEG) sollte auch (…) dazu beitragen, kurzfristig die soziale Gestaltungskraft der Kommunen zu stärken und damit Streichungen zu vermeiden. [mehr]

„Es träumt mir, ich sei Alleinherrscher, wie ihn die Weltgeschichte noch nicht gekannt hat und der für sein Volk nur das Beste will“. So offenbarte Peter Hartz in einer großen Wochenzeitschrift seinen Traum von der seiner verantwortlichen Gestaltung unserer Gesellschaft. Und er setzte noch eins drauf: „Falls jedoch nach einem Jahr nicht alle Bewohner seiner Herrschaft wieder in Brot und Arbeit stünden, falls die Bilanz seiner Versprechen negativ ausfiele, dann – dann habe er mit der Höchststrafe zu rechnen. Für das Nichterreichen der proklamierten Ergebnisse muß er mit dem Kostbarsten bezahlen, was er hat: mit dem eigenen Leben. Und zwar unverzüglich.“ [mehr]
26. November 2005
Die BAG WfbM gratuliert Karin Evers-Meyer zu ihrer Berufung zur Beauftragten der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen und hofft auf eine ebenso enge und fruchtbare Zusammenarbeit wie mit ihrem Vorgänger, Karl Hermann Haack. [mehr]
16. November 2005
Der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD unterstützt die Forderungen der Länderregierungen und Kostenträger, die Zahl der 250.000 Beschäftigten in den Werkstätten zu reduzieren. Dafür stehen die Vermittlungen auf den allgemeinen Arbeitsmarkt im Vordergrund. [mehr]
Wir werden den in der Politik für behinderte Menschen eingeleiteten Prozeß zur Verwirklichung einer umfassenden Teilhabe in der Gesellschaft fortsetzen. Die Unterstützung von Selbstständigkeit, Selbsthilfe und Selbstbestimmung ist eine gesellschaftliche Aufgabe. [mehr]
10. Oktober 2005
In den letzten Jahren ist ein starkes Augenmerk auf die Integration von Menschen mit Behinderung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt gelegt worden. Als weiteren Baustein zu einem differenzierten Angebot, das sich am individuellen Bedarf unterschiedlicher Personengruppen orientiert, sind u. a. Integrationsunternehmen geschaffen worden. [mehr]
04. Oktober 2005
Unter Vereinen geht zur Zeit die Angst um, daß Mitgliedsbeiträge künftig der Umsatzsteuer unterworfen werden könnten. Diese Befürchtung beruht auf einer Entscheidung des Europäischen Gerichtshofs (EuGH). [mehr]
30. September 2005
Rehabilitanden in Tagesförderstätten sind vom Grundsatz her nicht in der gesetzlichen Unfallversicherung (Berufsgenossenschaft) versichert. Sie fallen nicht unter den versicherten Personenkreis nach § 2 SGB VII. Die Berufsgenossenschaft macht die Zugehörigkeit zum versicherten Personenkreis von der Erzielung eines wirtschaftlichen Ergebnisses ab. [mehr]
26. September 2005
Die Werkstattpopulation verändert sich. Noch ist der Anteil derjenigen am größten, der aus mentalen oder kognitiven Gründen auf Werkstattleistungen angewiesen ist. Doch bestätigen zahlreiche Werkstattträger folgende Trends: [mehr]
20. September 2005
Der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen e. V., Günter Mosen, gab am Montag nach Auswertung der Bundestagswahl eine Erklärung ab:

Der Wahlausgang zeigt, daß Deutschland mit der bisherigen Politik unzufrieden ist und die Alternativen ebenfalls nicht überzeugen. Wer immer nun auch die Regierung bilden wird, muß sich zu einem Staatswesen bekennen, das nicht vom Gewinnstreben Einzelner, sondern von der Solidarität der Menschen untereinander und sozialem Denken geprägt ist. [mehr]

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