Politik 05.12.18
Strategien entwerfen, Wandel gestalten
Mitglieder:Dialog Berlin
Impulse und Ideen wurden auf dem zweiten Mitglieder:Dialog in Berlin diskutiert.
© BAG WfbM
Fast 150 Vertreterinnen und Vertreter aus Mitgliedseinrichtungen der BAG WfbM folgten der Einladung des Vereins, sich am Dienstag, den 4. Dezember 2018 in Berlin im Rahmen des zweiten Mitglieder:Dialogs den strategischen Themen der Werkstätten zu widmen. Grundlage der Veranstaltung war wie auf dem ersten Mitglieder:Dialog Mitte November auch das im Frühjahr 2018 veröffentlichte Vorstandspositionspapier „Werkstatt im Wandel“. Darin hat der Vorstand übergeordnete Themen ausgemacht, in dem Bewusstsein, dass sie nicht unabhängig voneinander zu betrachten sind.

„Aber das sind Themen, von denen wir – nach reiflicher Überlegung und vielen Diskussionen – glauben, dass es notwendig ist, sich mit ihnen zu beschäftigen“, erklärte Andrea Stratmann, stellvertretende BAG WfbM-Vorstandsvorsitzende. Doch mit einem Papier sei noch kein Handeln geschehen, stellte Stratmann fest. Ziel sei es, in den Mitglieder:Dialogen nun tieferzugehen, miteinander Werte und ein mögliches, gemeinsames Handeln in den verschiedenen Bereichen zu diskutieren, so Stratmann. Daher war nach dem Input vonseiten der BAG WfbM auch beim zweiten Mitglieder:Dialog die Mitgliedschaft gefragt, ihre Impulse einzubringen, um die Weiterentwicklungsstrategie für die kommenden Jahre mitzugestalten.

Hierfür fanden sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmern jeweils in zuvor ausgewählten Arbeitsgruppen ein. In den acht Workshops diskutierten sie die Frage „Wie sieht die wünschenswerte Realität im Jahr 2023 aus?“ bezogen auf die Themen Beteiligung von Werkstattbeschäftigten, Werkstattleistung im Sozialraum, Durchlässigkeit des Systems Werkstatt, Bedeutung von Beruflicher Bildung, transparentes Entgeltsystem, Vernetzung, Digitalisierung und Wirksamkeit der Werkstattleistung.

Mitglieder:Dialog Berlin
Acht Arbeitsgruppen beschäftigten sich mit den Themen aus dem Vorstandspositionspapier Werkstatt im Wandel.
© BAG WfbM
Durchlässigkeit beginnt in den Köpfen
Dass Durchlässigkeit auch eine Frage der Haltung ist, darüber herrschte in der Arbeitsgruppe, die sich mit dem Thema beschäftigte, Konsens. Damit das System Werkstatt durchlässig sein kann, braucht es außerdem einen kreativen Umgang innerhalb der bestehenden Strukturen. Hier kommt der Aspekt der Führungs- und Fachkräfteentwicklung zum Tragen. Ebenso wird die Rolle der Werkstatt um die eines Dienstleisters für Unternehmen erweitert, der sein Know-how in Bezug auf Qualifizierung und Arbeitsgestaltung zur Verfügung stellt.

Wirksamkeit im Dialog definieren
In der Arbeitsgruppe zur Wirksamkeit der Werkstattleistung kamen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schnell zu der Auffassung, dass Wirksamkeit ein weites Feld ist. Es muss zunächst eine Definition von Wirksamkeit geben, die sowohl auf quantitativen, aber vor allem auch auf qualitativen Kriterien beruht. Um Ziele zur Erhebung von Wirksamkeit zu definieren, ist der Dialog zwischen Leistungsträger und -erbringer ein zentraler Aspekt. Hierzu kam der Impuls aus der Arbeitsgruppe, den Fachausschuss als Dialogplattform für das Thema Wirksamkeit zu nutzen. Darüber hinaus sprachen sich Teilnehmerinnen und Teilnehmer dafür aus, dass Wirksamkeit über einen längeren Zeitraum betrachtet werden muss und nicht nur ein Stichtag ausschlaggebend sein darf.

Auch in den anderen Arbeitsgruppen fand ein angeregter Austausch statt. Die Impulse und Ideen der Mitglieder werden in die Arbeit des Vorstands einfließen.


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