Panorama 20.03.19
Jubiläum zur Werkstätten:Messe 2019: 10 Jahre UN-Behindertenrechtskonvention
Am 26. März 2019 jährt sich das Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Deutschland zum 10. Mal. Anlässlich dieses Jubiläums wird es am 28. März 2019 eine Diskussionsveranstaltung mit Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen auf der Werkstätten:Messe 2019 geben. Die Werkstätten:Messe findet vom 27. – 30. März 2019 im Messezentrum Nürnberg statt.

In diesem Jahr wird die Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Deutschland seit 2018 zum zweiten Mal vom UN-Fachausschuss für die Rechte von Menschen mit Behinderungen geprüft.
Die UN-BRK fordert für alle Menschen mit Behinderungen das Recht, den Lebensunterhalt durch Arbeit selbst zu verdienen. Es muss die Möglichkeit geben, die Arbeit in einem offenen, integrativen und für Menschen mit Behinderungen zugänglichen Arbeitsmarkt frei zu wählen.

Gegenstand der aktuellen Diskussion und Weiterentwicklung ist es, wie die Angebote der Werkstätten für behinderte Menschen so gestaltet werden können, dass sie noch besser den Ansprüchen der Menschen mit Behinderungen und den Anforderungen der UN-BRK gerecht werden – ohne einen Bruch in der Unterstützung oder den Verlust von Nachteilsausgleichen für die Menschen mit Behinderungen zu riskieren.

Jürgen Dusel in der Diskussion zur UN-BRK
Diesen Fragestellungen widmet sich auch die Sozialpolitische Veranstaltung auf der Werkstätten:Messe 2019. Sie findet am Donnerstag, den 28. März 2019 von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr im Saal Paris des Messezentrum Nürnberg, NCC West statt. „Werkstatt im Wandel im Lichte der UN-BRK und der 2. Staatenberichtsprüfung“ lautet der Titel der Diskussionsrunde an der die folgenden Gesprächspartner teilnehmen werden:
•    Jürgen Dusel, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen
•    Corinna Rüffer, behindertenpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen
•    Dr. h.c. Peter Masuch, Präsident des Bundessozialgerichts a. D.
•    Hinrich Nannen, Vorstandsmitglied Werkstatträte Deutschland
•    Dr. Jochen Walter, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der BAG WfbM

Die sozialpolitische Veranstaltung stellt u. a. folgende Aspekte in den Fokus: Ist die Frage nach der Anzahl der Übergänge überhaupt geeignet, um die Qualität der Werkstattleistung zu messen? Welche Aufgabe haben Werkstätten? In welchem Spannungsfeld befinden sie sich?

Beitrag der Werkstätten zur Umsetzung der UN-BRK
Bereits im Jahr 2017 hat die Bundesregierung bekräftigt, dass Werkstätten in Deutschland ein Teil des inklusiven Arbeitsmarktes sind, weil sie Teilhabe am Arbeitsleben für 310.000 Menschen ermöglichen, die ohne diesen Nachteilsaugleich vom allgemeinen Arbeitsmarkt ausgeschlossen sind. Ein näherer Blick auf die Werkstattleistung zeigt sogar, dass sie über Arbeit und Beschäftigung hinaus einen wichtigen Beitrag zur Umsetzung der UN-BRK leistet.

Auch auf der Werkstätten:Messe 2019 zeigen die Werkstätten wie ihre Angebote und Kooperationen im Sozialraum zur Bewusstseinsbildung in der Gesellschaft beitragen. Sie unterstützen Menschen mit Behinderungen bei der Ausübung ihrer Rechts- und Handlungsfreiheit. Auch befähigen sie Menschen mit Behinderung zu einer unabhängigen Lebensführung und ermöglichen die Einbeziehung in die Gemeinschaft. Mit ihren Angeboten zur Beruflichen Bildung verhelfen die Werkstätten Menschen zu Bildung, die vom anerkannten beruflichen Bildungssystem weitgehend ausgeschlossen sind. In Form von arbeitsbegleitenden Maßnahmen und Freizeitangeboten trägt die Werkstattleistung auch dazu bei, Teilhabe am kulturellen Leben und an Erholung, Freizeit und Sport zu realisieren.

„Werkstätten schrecken nicht vor neuen Entwicklungen zurück. Mit zunehmender Dynamik, Kreativität und ihrer Kompetenz werden sie auch in Zukunft eine wichtige Rolle für die Gestaltung des Arbeitslebens von Menschen mit Behinderung spielen. Im Interesse der Menschen mit Behinderungen, die derzeit die Werkstatleistung in Anspruch nehmen, muss es uns gelingen, die Werkstätten als Wegbereiter der Inklusion weiter zu entwickeln“, konstatiert Martin Berg Vorstandvorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft Werkstätten für behinderte Menschen (BAG WfbM)

Weiterführende Informationen zur Werkstätten:Messe unter:
www.werkstaettenmesse.de externer Link

Weitere Informationen zum Beitrag der Werkstattleistung zur UN-BRK finden Sie im BAG WfbM-Faltblatt.


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