Panorama 21.04.20
Werkstätten für behinderte Menschen nähen Schutzmasken
Atemschutzmasken sind knapp und in der Coronavirus-Krise sehr begehrt. Um den Mangel zu lindern, haben immer mehr Werkstätten damit begonnen, Masken zu nähen. Sie können in unkritischen Bereichen zum Einsatz kommen, wenn die zertifizierten Einmal-Schutzmasken nicht verfügbar sind.

Bei der Anfertigung der Masken aus kochfestem Stoff orientiert sich die Werkstatt Constantin-Bewatt an einer Anleitung, die die Stadt Essen im Internet veröffentlicht hat. Auf rund 200 Stück täglich schätzt Birgit Westphal von der Werkstattleitung die mögliche Kapazität. Am ersten Tag wurden etwa 150 produziert. Aber mit zunehmender Übung und Erfahrung steigt auch hier die Produktivität.

Erster Großabnehmer ist die Evangelische Krankenhausgemeinschaft Herne Castrop-Rauxel. Sie hat direkt 10.000 Stück geordert. Die Masken sollen in den Krankenhäusern des Trägers in Herne-Mitte, Herne-Eickel, Castrop-Rauxel und Witten zum Einsatz kommen. Auch das Kinderhaus, der Fachdienst Betreutes Wohnen und das Ruhrlandheim haben Schutzmasken bestellt. Mehr über die Werkstatt Constantin-Bewatt erfahren Sie hier.
Werkstatt Constantin-Bewatt externer Link

Auch die Stralsunder Werkstätten sind in die Produktion von Stoffmasken eingestiegen: seit Anfang April werden in Handarbeit sowohl Masken für den Eigenbedarf als auch für externe Kunden genäht.

Die Stoffmasken der Stralsunder Werkstätten bestehen aus Baumwolle. Somit können sie in der Waschmaschine gewaschen und anschließend wiederverwendet werden. Die Stoffmasken lassen sich entweder mit elastischem Gummiband hinter den Ohren fixieren oder mit Stoffbändern am Hinterkopf befestigen. Die Masken erfüllen den Zweck, beim Atmen den Flug von Tröpfchen in der Ausatemluft zu verringern und sollen den Träger der Maske vor allem vor unbeabsichtigten Griffen ins Gesicht schützen. Weitere Informationen über die Stralsunder Werkstätten finden Sie hier.
Stralsunder Werkstätten externer Link

Die Wolfsteiner Werkstätten in Freyung beteiligen sich an der Aktion „Caritas contra Corona“. Bis Ende April will die Einrichtung für Menschen mit Behinderung des Caritasverbandes für die Diözese Passau e.V. 100.000 Mund-Nasen-Masken, vom Bundesamt für Arzneimittel und Medizinprodukte auch „Community-Masken“ genannt, produzieren.

Wo sonst in den Wolfsteiner Werkstätten die Arbeits­päd­ago­gik für behin­der­te Men­schen im Vor­der­grund steht, wird nun die Hil­fe für die sys­tem­kri­ti­schen Berei­che der Gesell­schaft groß geschrie­ben. Die Pro­duk­ti­on ist bereits ange­lau­fen. Jetzt wer­den drin­gend Aushilfsnäher*innen bzw. ehren­amt­li­che Helfer/*Innen und Aus­fah­rer*innen gesucht, die die Werkstatt unterstützen wollen. Weitere Informationen über die Wolfsteiner Werkstätten finden Sie hier.
Wolfsteiner Werkstätten externer Link


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