Wissensaustausch zu fördern, ist ein zentrales Ziel des europäischen Dachverbandes EASPD – und so stand auch die Studienreise nach Berlin ganz im Zeichen des Voneinander-Lernens und des Austauschs über Beispiele guter Praxis.
13 Teilnehmende aus Belgien, Griechenland, Österreich, Polen und Spanien hatten im Rahmen der Reise, die von der BAG WfbM initiiert, organisiert und begleitet wurde, die Möglichkeit, das System der Teilhabe am Arbeitsleben in Deutschland und die Aufgaben der BAG WfbM näher kennenzulernen.
Im Fokus stand außerdem das Projekt KI-Kompass Inklusiv. Bei Impulsvorträgen und Workshops konnten die Teilnehmenden ihre Kenntnisse zu Künstlicher Intelligenz und Assistenz-Technologien im Kontext der Teilhabe von Menschen mit Behinderungen am Arbeitsleben vertiefen. Sie diskutierten über Potenziale und Chancen und tauschten sich zum Thema Barrierefreiheit sowie zu ethischen und datenschutzrechtlichen Fragen aus. Dass einige der Technologien vor Ort ausprobiert werden konnten, schuf viele Anknüpfungspunkte für die praktische Arbeit der Besucher*innen.
Daneben stand im Rahmen der Studienreise ein Besuch in einer Werkstatt der Mosaik-Berlin gGmbH auf dem Programm. Dort gab es nicht nur Einblicke in die Strukturen vor Ort. Die europäischen Gäste konnten auch verschiedene Arbeitsbereiche besichtigen und sich mit den Fachkräften sowie mit den Beschäftigten austauschen. Dabei wurde deutlich, welche Vielfalt an Produkten und Dienstleistungen und damit auch an Tätigkeitsbereichen deutsche Werkstätten anbieten. Auch die Angebote für Menschen mit hohem Unterstützungsbedarf stießen auf reges Interesse.
Die BAG WfbM bedankt sich bei allen Teilnehmenden für den guten Dialog und die spannenden Einblicke. Die Studienreise hat gezeigt: Erfahrungen und Wissen auszutauschen, ist ein entscheidender Faktor, um die Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in ganz Europa voranzubringen.
Zum Hintergrund
Das Projekt KI-Kompass Inklusiv
erforscht, wie der Einsatz KI-gestützter Assistenztechnologien die berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen fördern kann. Das Projekt wird von der BAG WfbM in Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft der Berufsbildungswerke und dem Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke unter der Leitung des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz umgesetzt. Zum Angebot des entstehenden Kompetenzzentrums zählen neben Schulungen auch Informationsformate, Praxisbeispiele sowie ein Technologie-Monitor, der einen Überblick über KI-Assistenztechnologien bietet. Die BAG WfbM übernimmt im Rahmen des Projekts die Organisation des inklusiven Begleitgremiums und sorgt dafür, dass Barrierefreiheit in allen Projektbereichen mitgedacht wird.EASPD
vertritt die Interessen von über 20.000 Dienstleistern für Menschen mit Behinderungen aus mehr als 46 Ländern. Auch die BAG WfbM ist seit vielen Jahren aktives Mitglied des europäischen Dachverbandes. Im Mai 2025 wurde Dr. Jochen Walter, langjähriger stellvertretender Vorsitzender der BAG WfbM, in das Board von EASPD gewählt.










