Evaluation harmonisierter Bildungsrahmenpläne (EvaBi) 02.06.21
© BMBF
Um die Wirksamkeit der harmonisierten Bildungsrahmenpläne (hBRP) wissenschaftlich zu untersuchen, initiierte die BAG WfbM eine bundesweite Studie mit dem Titel „Evaluation der Wirksamkeit harmonisierter Bildungsrahmenpläne“ (EvaBi) in der Beruflichen Bildung von Werkstätten. Die Studie wurde durch den Lehrstuhl für Sonderpädagogik V der Julius-Maximilians-Universität Würzburg externer Link durchgeführt und vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

© Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Ziel des Forschungsvorhabens war die begleitende Evaluierung harmonisierter Bildungsrahmenpläne, anhand derer in der zweijährigen Maßnahme des Berufsbildungsbereiches (berufliche) Handlungskompetenzen als Vorbereitung für eine weiterführende Berufsausbildung oder eine Beschäftigung mit Blickrichtung auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt werden.



Vorgehen
Die Datengrundlage der Evaluation lieferten 20 Werkstätten, von denen 15 bereits in unterschiedlichen Stadien mit harmonisierten Bildungsrahmenplänen arbeiteten. Als Vergleichsgruppe wurde fünf weitere Werkstätten herangezogen, die nicht mit harmonisierten Bildungsrahmenplänen arbeiteten. Auf folgende Fragen sollte die Evaluation Antworten geben:
  • Welchen spezifischen Zielgruppen – hinsichtlich verschiedener Heterogenitätsdimensionen – stellt sich der Berufsbildungsbereich der Werkstätten mit Hilfe eines individualisierten Bildungsangebotes auf der Grundlage von hBRP?
  • Welche strukturellen und prozessorientierten Rahmenbedingungen hält der Berufsbildungsbereich der Werkstätten vor, um ein individualisiertes und zieldifferentes Lehren und Lernen von Menschen mit Behinderung zu ermöglichen...
  • ...auf der Grundlage von hBRP?
    ...auf der Grundlage von alternativen Qualifizierungs- und Bildungskonzepten (Vergleichsgruppe)?
  • Welche individuellen Bildungsverläufe bzw. welche Bildungsergebnisse können aufgrund eines Qualifizierungsangebotes auf der Grundlage von hBRP bei den Teilnehmern mit Behinderung identifiziert werden?
Teilnehmende Werkstätten
Diakoniestiftung Weimar Bad Lobenstein gGmbH Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM), Behinderten-Werk Main-Kinzig e.V., Rudolph-Sophien-Stift gGmbH, Westerwald Werkstätten GmbH, KJF Werkstätten gemeinnützige GmbH, St. Martin Werkstätten - Caritasverband Brilon e.V., Lebenshilfe Werkstätten Hand in Hand gemeinnützige GmbH, Berliner Werkstätten für Menschen mit Behinderung GmbH (BWB), Lebenshilfe Braunschweig gemeinnützige GmbH - Werkstatt für behinderte Menschen, Caritas Wohn- und Werkstätten Niederrhein gGmbH, Haus Freudenberg GmbH, OWB Oberschwäbische Werkstätten gem. GmbH, Union Sozialer Einrichtungen gemeinnützige GmbH, WfB Rhein-Main e.V., Marli GmbH Unternehmen für Menschen mit Behinderungen, Mainfränkische Werkstätten GmbH, 1a Zugang Beratungsgesellschaft mbH, Hannoversche Werkstätten gem. GmbH, Evangelische Behindertenhilfe Dresden und Umland gGmbH - Weißiger Werkstätten, Siegener Werkstätten

Dauer
Der Förderzeitraum der Begleitforschung betrug zwei Jahre und erstreckt sich vom 1. Januar 2018 bis zum 29. Februar 2020.

Projektbeirat
Projektbeirat des Forschungsprojektes EvaBi.
Projektbeirat des Forschungsprojektes EvaBi.
© BAG WfbM
Das Forschungsprojekt EvaBi wurde zudem über die gesamte Laufzeit von einem Beirat als beratendes Gremium begleitet. Der Projektbeirat setzte sich aus Vertreterinnen und Vertretern des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales, dem Bundesinstituts für Berufsbildung, der Bundesagentur für Arbeit, des Zentralverbands des Deutschen Handwerks, des Landesverbands Rheinland, von Werkstätten und des Lehrstuhls für Sonderpädagogik V an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg sowie der BAG WfbM e.V. zusammen.

EvaBi-Abschlussbericht 
Der Abschlussbericht zum Forschungsprojekt „Evaluation harmonisierter Bildungsrahmenpläne in der Beruflichen Bildung von Werkstätten für behinderte Menschen" (EVABI) wurde im April 2021 bei wbv Media, Bielefeld veröffentlicht.

Mit den darin veröffentlichten EvaBi-Ergebnissen kann das Instrument der harmonisierten Bildungsrahmenpläne und die Berufliche Bildung der Werkstätten noch besser auf die Ansprüche der heterogenen Zielgruppe, den Menschen mit Behinderungen im Berufsbildungsbereich, ausgerichtet werden.

Sie können den Abschlussbericht hier bestellen externer Link.

Weitere Informationen
Ergänzende Informationen zu harmonisierten Bildungsrahmenplänen der BAG WfbM finden Sie in der Broschüre sowie unter den FAQs zu den harmonisierten Bildungsrahmenplänen externer Link.

Berichterstattung zur Begleitforschung

EvaBi-Abschlussbericht erschienen externer Link

Das EvaBi-Forschungsprojekt - Ein Kommentar von Frau Stratmann, Werkstatt:Dialog 6.2020 externer Link

"Zeitschrift für Heilpädagogik" - Verband Sonderpädagogik e.V. (vds), Dezember 2020 externer Link

Die Menschen stehen im Mittelpunkt, Werkstatt:Dialog 3.2020 externer Link

Harmonisierte Bildungsrahmenpläne in Werkstätten für behinderte Menschen und ihre wissenschaftliche Evaluation, Nachrichtendienst – Deutscher Verein (NDV), Januar 2020

EvaBi beginnt mit Datenerhebung, Werkstatt:Dialog 01.2019

EvaBi erhält Beirat, Werkstatt:Dialog 05.2018

Bildung unter der Lupe, Werkstatt:Dialog 03.2018

Recht auf Berufliche Bildung, auch bei Behinderung, EinBlick, 26.06.2018 externer Link

Anerkennung der Beruflichen Bildung, Werkstatt:Dialog 02.2018

Ansprechpartner
Referent Bildung
Guido Schmidt
Telefon: 0 30 - 9 44 13 30 12
E-Mail: g.schmidt@bagwfbm.de
 


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